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Das bayerische Heer |

Die ersten Anfänge einer Armee kam durch den Kurfürst Maximilian I.
Er fasste Söldnertruppen zusammen und bildete Landwehr (Landfahnen) und schuf eine Armee unter Generalen wie Tilly und Mercy oder Reiterführern wie Pappenheim und Johann von Werth.
Kämpfe gegen:
Österreicher, Dänen, Schweden und Franzosen
Dem 30 jährigen Krieg folgte eine annähernd 30 Jahre dauernde Friedenszeit unter Kurfürst Ferdinand Maria.
Dann wurde das erste stehende bayerische Heer unter Kurfürst Max Emanuel, Bayerns „Blauer König“.
Die ersten Regimenter waren: 2. und 10. b. I.R. / 1. und 2. b. Ch.R.
Die Niederlage am Schellenberg bei Donauwörth bereitete den Plänen Max Emanuels ein vorläufiges Ende.
Erst in der Zeit der napoleonischen Kriege wurde unter dem letzten Kurfürst und ersten König Max I. Joseph das bayerische Heer unter von Triva neu organisiert.
Danach wurde das Militär weniger beachtet und erst nach 1966 wurden Reformen beschlossen.
Zwischen 1866 und 1870 wurden vom Kriegsminister Freiherr von Pranch Umstrukturierungen durchgeführt. Die allgemeine Wehrpflicht wurde beschlossen.
Das Schutz- und Trutzbündnis (22. August 1866) festigte den Stand Bayerns mit den anderen deutschen Staaten. Der König von Bayern übertrug für den Fall eines Krieges den Oberbefehl über seine Truppen dem König von Preußen.
Die Ausnahme war jedoch, dass die bayerischen Truppen unter selbstständiger Verwaltung und Führung des bayerischen Königs standen.
Organisation, Bewaffnung, Ausrüstung waren jedoch an das preußische Herr angeglichen.
Im Krieg 1870 – 1871 gegen Frankreich waren bayerische Truppen erfolgreich beteiligt. Die Bayern unterstanden auf dem linken Flügel bei Mannheim, der dritten Armee. Dazu gehörten weiterhin: Das 5. und 11. norddeutsche Korps, die Württemberger und Badener (130 000 Mann mit 480 Geschützen unter dem Kronprinzen Friedrich von Preußen.
Ludwig von und zu der Tann-Rathsamhausen, Hartmann und Orff waren die Namen der Truppenführer und Weißenburg, Wörth, Beaumont und Sedan die Orte der Schlachten.
18.
Januar 1871 Proklamation Wilhelms I. zum deutschen Kaiser.
Durch Gesetze von 1881, 1887, 1893, 1905, 1911, 1912, 1913 wurde das bayerische Heer weiter verstärkt.
Stärke der bayerischen Armee vor Kriegsausbruch:
4.089 Offiziere, Ärzte, Veterinäre, Beamte
83.125 Unteroffiziere und Mannschaften
16.918 Pferde
3 Armeekorps zu 2 Divisionen
1 Fußartillerie-Brigade zu 3 Regimentern mit je 2 Bataillonen
4 Pionierbataillone
1 Eisenbahnbatillon
2 Telegraphenbataillone
1 Luft- und Kraftfahrbataillon
1 Fliegerbataillon
3 Trainabteilungen.
Jede der 6 Divisionen bestand aus 2 Infanterie Brigaden
1 Kavallerie Brigade
1 Feldartillerie Brigade mit 2 Regimentern mit jeweils zwischen 10-13 Eskadronen,
Batterien, Bataillonen
Das 5. b. Fda R. hatte eine reitende Abteilung
Mobilmachung (01. August 1914)
Vor der eigentlichen Mobilmachung wurde bereits am 26. Juli 1914 das 4. und 8. b. I.R. und das 2. Fda. R. in friedensmäßigem Transport an Ihre Plätze und in die Festungen im Westen verbracht.
Alle Truppen auf Truppenübungsplätzen mussten diese sofort verlassen.
Bis zur Verkündung der„Drohenden Kriegsgefahr“ waren bereits die meisten Urlauber zurückberufen und Reservisten Ihren Stamm Regimentern zugeführt
Das 3. Ch.R. nahm bei Dieuze Stellung, das 5. b. Ch.R. nahm mit 2 Eskardrons bei Delm Stellung.
Den deutschen Truppen war das Betreten französischen Bodens untersagt(!?)
Französische und deutsche Truppen hatten am 30. Juli 1914 kurze Berührung (8. b I.R..
Am 03.08.1914 begann die das Ausheben der Pferde zur Ergänzung der vorhandenen. Viele Kutschpferde, die noch nie einen Sattel trugen wurden nicht ohne Schwierigkeiten als Reitpferde umgenutzt.
Die Mobilmachung war größtenteils zwischen dem 8. und 12 Tag abgeschlossen.
Kriegsgliederung:
I:,
II., III., b. Armee Korps
Bayerische Kavallerie Division aus 1., 4., 5. bayerischer Kavallerie Brigade unter Inspekteur der bayerischen Kavallerie
1. b. R.K. (1. und 5. b. R.D.)
1., 2., 5., und 9. bayerische gem. L.Br.
Armeetruppen (Schwere Artillerie, bayerische Pionier Regiment usw. ...)
Festungsbesatzungen (darunter weitere Reserve- und Landwehrtruppen)
Die 1., 5. und 9. bayerische gem. E.Br., aus den Brigade Ersatzbataillonen gebildet und bald zur bayerischen Ersatz Division vereinigt
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Kriegsstärke 9.670 Offiziere 1.269 Ärzte 320 Veterinäre 1.494 Beamte 406.000 Unteroffiziere und Mannschaften 90.000 Pferde Davon Feldheer: 6.999 Offiziere 1.034 Ärzte 288 Veterinäre 1.019 Beamte 269.000 Unteroffiziere und Mannschaften 81.500 Pferde
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Besatzungsheer 2.671 Offiziere 235 Ärzte 32 Veterinäre 475 Beamte 137.000 Unteroffiziere und Mannschaften 8.800 Pferde
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In der Nacht zum 04.August 1914 wurde der Militärfahrplan für die Eisenbahnen in Kraft gesetzt, der den Friedensfahrplan ablöste.
Bis zum 16.August1914 wurden im rechtsrheinischen 3050 und im linksrheinischen Bayern 2500 Militärzüge mit ca. 285.000 Wagen abgefertigt.
Hierzu muß noch einmal die gleiche Menge and Leerzügen gerechnet werden.
Weiterhin wurden alle Rheinbrücken besetzt und bewacht.
An Verstärkungen für die Front verließen zunächst:
Für das Feld ausgerüstete Landsturmverbände.
Dann Trains, Feldküchen und Nachrichtentrupps
Ende Oktober rückte die 6. b. Reserve Division aus
(Die Infanterie trug teilweise Rucksäcke statt der Tornister und Wachstuchmützen statt der Lederhelme – Dies führte kurz zu Verwechslungen bei französischen und englischen Truppen)
Erst Ende 1914 konnte das Generalkommando (II. b. A.K.) und die zweite Division das 8. b. R.D. errichtet werden.
In Lothringen bildete sich die 1. b. Landwehr Division, im Winter in den Vogesen die 6. b. L.D., die zuerst preußisch war und die 39.Reserve Division, die zwar preußisch war aber zur Hauptsache aus bayerischen Einheiten zusammengestellt war.
Die 30. Reserve Division aus Straßburg war im August 1914 durch Auswechslung von Truppenteilen bayerisch geworden.
Nach
mehrmaliger Umbildung wurden die 30. R.D. und die 39. R.D. bayerisch.
Gebirgstruppen
wurden ebenso im Winter 14/15 geschaffen.
Sogenannte Schneeschuh Bataillone. Später b. I. und IV. Jg. Regiment
6 Gebirgs- Maschinengewehr Abteilungen, 2 Gebirgs- Maschinengewehr Kompanien
4 Gebirgs- Baterien, 2 Gebirgs- Pionierkompanien, Tragetierkolonnen ...
Mit Beginn des Krieges (Frühjar 1915) mit Italien wurde dann das Alpenkorps gebildet, in das auch zahlreiche Bayerische Einheiten einflossen.
1915
wurde dann der starre Korpsverband gelöst und die Stärke der Divisionen der
leichteren Führung halber auf 3 Infanterie Regimenter und 1 Feldartillerie
Regiment zu 3 Abteilungen (36 Geschütze) vermindert.
So
entstanden:
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1915 10., 11. b. I.D.
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1916 14.
b. I.D. 9.
b. Res.D. 12.
b. I.D (Komplett neu errichtet) |
1917 16.
b. I.D. 2.
b. L.D. 15. b. I.D. (Komplett neu errichtet) 30., 31., 32. b. I.R. |
Die Infanterie Regimenter 24., 25. und das 29. b. I.R. (später b. Jg.R.29) fanden einzeln in der Truppe Verwendung.
1917 unterhielt Bayern eine Anzahl von 25 Divisionen.
Das General Kommando XV. R.K wurde im Herbst 1916 in eine bayerische Befehlsbehörde umgewandelt und das General Kommando 63 Ende 1916 neu errichtet. Das General Kommando 57 (G.K. 63) wurde im Frühjahr 1918 bayerisch.
Durch Nachschubmangel wurden 1918 folgende Einheiten wieder aufgelöst.
August 18-10. b. I.D., September18-14. b. I.D, Oktober 18 die bayerische Ersatz Division.
Zu
Beginn des Jahres 1918 zählte das bayerische Heer:
Feldheer
550.000 das gesamte Heer 910.000 Köpfe
Von
der bayerischen Bevölkerung (ca. 6.900.000) standen also 8% im Feld, 13.2 unter
Waffen.
Ca.
jeder achte Bayer war unmittelbar im militärischen Dienst.
Frauen, Kinder, Greise, Kranke und Genesende sind in dieser Berechnung des bayerischen Kriegsarchivs miteingerechnet.
Im Laufe des Krieges wurden 1.000.000 Mann an Ersatz in die Kriegshöllen nachgeliefert.
Es ist anzunehmen (bayerisches Kriegsarchiv 1923), dass ein Fünftel der gesamten Bevölkerung Bayerns in irgend einer Form beim bayerischen Heer zwischen 1914 und 1918 war.
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