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Das bayerische Militär und Landau |
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Gerade im Aufbau! Beginn: 12.10.2006 |
Auf
dieser Seite möchte ich die bayerischen
Regimenter, die
bis 1918 in meiner Heimatstadt Ihren Standort hatten vorstellen. Obwohl sich
viel in Landau verändert hat finden sich immer noch Spuren der
bayerischen Zeit in Landau. Kommen Sie doch mal in der herrlichen Pfalz
vorbei und schauen Sie sich dieses inzwischen völlig entmilitarisierte
Städtchen einmal an. Genießen Sie den Pfälzer Wein aus
"Schoppengläsern" (Vorsicht in der Pfalz ist dies ein 1/2
Liter) und lassen Sie sich den "Pfälzer Saumagen", die
Bratwust und andere Spezialitäten schmecken. Landau hat seit dem Ende
des furchtbaren 1. Weltkrieges viel erlebt. Französische Truppen - die
ja immer wieder gerne mal in Landau waren - die deutsche Rückbesetzung,
der noch schlimmere 2. Weltkrieg mit Zerstörungen der Stadt, die
erneute Stationierung von französischen Truppen, der Einzug amerikanischer
Soldaten und deren Nike Stellungen auf dem Landauer Ebenberg und
dann ab den 1980er Jahren die schrittweise Demilitarisierung Landaus. Sie fragen sich bestimmt, warum macht der das? Die Antwort: Nur wer die Geschichte kennt kann die Zukunft gestalten. Landau hat viel interessante Geschichte! |
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Gliederung der bayerischen Armee Oberster Kriegsherr zu Kriegsbeginn 1914 Seine Majestät König Ludwig |
| I. Armeekorps München | II. Armee Korps Würzburg | III. Armee Korps Nürnberg |
Da
in Landau nur Truppen des II. Armeekorps stationiert waren, belasse ich es bei
dieser:
Weitere
Informationen zum bayerischen Heer finden sie hier:
II. Armee Korps bei Kriegsausbruch:
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Übersicht
II. bayerisches AK 4.
Division Würzburg
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Generalkommando Würzburg II. bayerisches AK Kommandierender
General:
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In
Landau stationierte Einheiten: II. b. A.K. Garnisons Kommando II. B. A.K. Landau
3.
b. Infanterie Division:
Generalstab: Major Eugen Trautmann Adjutant: Major Julius Peringer
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23. Infanterie Regiment Landau
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5 Infanteriebrigade in
Zweibrücken
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22. Infanterie Regiment Zweibrücken |
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6. b. Infanterie Brigade Landau
Kommandeur : General-Major Eugen Clauß
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18. Infanterie Regiment Kommandeur: 1. b. Maschinengewehr Abteilung Landau |
17. Infanterie Regiment
"Orff" Kommandeur:
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II. b. A.K. 3. b. Feldartillerie Brigade Landau (1901) Kommandeur: Oberst Franz Held
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12. Feld. Art.
Regiment Kommandeur:
Oberst Hugo Müller I. Major Stephan Schneider
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5. Feld Art. Regiment Kommandeur:
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Der Kaiserring und das bayerisches Gericht
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Während des ersten Weltkrieges aufgestellte Landauer Einheiten
Bayerischen
Feldartillerie Batterie 896
Ersatz EinheitenErsatz
Bataillon des 18 b. Inf. Regt. 1914 Kommandeur Major Schuster, dann Major Eisele. 6 Ersatzkompanien 2 Rekrutendepots 1 Genesenden Kompanie 1916 wurde ein weiteres Ersatzbataillon des 18 b. Inf. Regt. geschaffen. Es war dies das 8. bayerische Landwehr Infanterie Regiment. Standort war die Fort Kaserne Das 8. b. Landw. Inf. Regt. War zuvor in Germersheim, Sondernheim, Rohrbach, Insheim und Wollmesheim gelegen. Kommandeure waren Major d. L. Maurer, Major der Landwehr d’Avis Ersatz Abteilung 5 Feldartillerie Regiment Kommandeure: Oberstleutnant Braun, Major d. L. Clemens Ersatz Abteilung 12 Feldartillerie Regiment Kommandeure: Major d.L. Lüttger Maschinengewehr Ersatz Abteilung Ersatz Bataillon des 23 Inf. Regt. Wurde in Kaiserslautern aufgestellt In der Kaserne des 5. Feld Art Regts. kamen die Ersatz Eskadronen des 3. und 5. Chev. Regts unter. Damit war Landau während des Krieges auch Kavallerie Garnison. Viele Landauer meldeten sich freiwillig zur Reiterei. Kommandeur: Major Buhl Anfang des Krieges befand sich auch das Rekruten Depot des bayer. Reserve Inf. Regts. Nr. 5 in Landau. Alle Ersatztruppenteile hatten eine Versorgungsabteilung, die sich um die nicht mehr dienstfähigen Kriegsbeschädigten (Kriegs Krüppel) zu kümmern hatte.
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Etwas Geschichte zum Thema: Wie die Bayern nach Landau kamen.
Nach der Niederlage Napoleon I bei der Schlacht von Waterloo am 18.06.1815 verlor Frankreich durch den II Friedensvertrag von Paris nicht nur Gebiete sondern auch die darin liegenden Festungen.
Philippville und Marienburg fielen an die Niederlande
Saarlouis und Saarbrücken fielen an die Preußen
Landau fiel an Bayern
Zuerst jedoch wurde Landau als Bundesfestung (03.11.1815) unter die Verwaltung von Österreich gestellt, bis am 01. Mai 1816 die Festung an das bayerische Königreich übergeben wurde.
Im
Jahre 1866 wird die Festung Landau dann in den Status eines
befestigten Depotplatzes herabgesetzt und in den Jahren die auf 1870 folgen wird der Großteil Festung Landau abgetragen. Dies dürfte auch mit der
Verschiebung der Grenze über das Elsass und Lothringen zu tun haben.
Der Landauer Ebenberg wird 1893
zum Truppenübungsplatz erklärt.
Ab 1871 liegen in Landau ein Divisionskommando und 2 Brigadestäbe der kgl. Bayer. Armee, die dem II b. Armee Korps in Würzburg unterstehen.
Damals war dies die 5. Bayerische Division, die sich bis nach Lothringen erstreckte. Zu ihr gehörten:
die Landauer Brigade mit dem 17. und 18 Inf. Regt.
Die Zweibrücker Brigade mit dem 22. und 23,. Inf. Regt
Die Metzer Brigade mit dem 4. und . Inf. Regt.
Die Dieuzer Chevauleger-Brigade mit 3., 5. Chevauleger Regiment
Das 5. b. Feldartillerie Regiment.
1890 Landau bewirbt sich als Garnisonsstadt und stellt Gelände für Neubauten zur Verfügung.
Durch das Anwachsen der Armee – besonders in den Grenzgebieten – wuchs der Standort Landau bis 1913 auf vier höhere Stäbe, vier Bataillone, drei Maschinengewehr Kompanien und fünf Artillerieabteilungen.
Um 1900 entstanden in - der größten Garnison der Pfalz - Kasernenbauten für Infanterie und Artillerie.
Zuerst die Kaserne für das 12 Feld Art. Regt.
Artillerie Kaserne im Südosten 5. b. Feld. Art. Regt.
Die
Militärverwaltungsgebäude in der Reiter Straße
Das neue Garnisonslazarett in der Wollmesheimer Strasse
Die Zwölfmorgenkaserne westlich Weißenburger Straße 18. b. Inf. Regt.
Der Speicher für das Proviantamt an der Queich (Heute hinter der Sparkasse)
Fortkaserne im Norden Regimentsstab und I. Btl. 23. b. Inf. Regt.
Einzelne Kompanien hatten Quartier in der Kriegspitalkaserne und Weißquartier Kaserne, die dann mit dem alten Kriegsspital abgerissen wurde. die rote Kaserne wurde auch aufgegeben.
Da der kommandierende General in Würzburg saß hatte der Divisionskommandeur in Landau eine herausragende Stellung. Alle Befehle liefen von Landau nach Germersheim, Zweibrücken, Saargemünd, Dieuze und Metz.
Das Dienstgebäude des Divisionsstabes war die Kommandantur in der mittleren Marktstrasse (2006 Rathaus). Im Erdgeschoss befanden sich Diensträume für den Divisionskommandeur, Divisionsadjutant, Generalstabsoffizier, Platz Offizier, und die Divisionsschreiber.
Der
1. Stock diente als Wohnung des Divisionskommandeurs.
Vordem Gebäude marschierte Tag und Nacht ein Posten.
Zum Divisionsstab gehörte Divisionsarzt, Kriegsgericht und Intendantur.
Divisionskommandeure
1895
bis 1899 Generalleutnant von Bomhard
Danach Generalleutnant von Grauvogl
Danach Brigadekommandeure
Bis 1900 Generalmajor Frhr. von Horn –spät. Kriegsminister
Ab 1900 Generalmajor Prand
Die Stadtverwaltung stand unter der Leitung des alten Geheimrates Mahla.
1913 wurde die Landwehrinspektion Landau errichtet. Ihr wurden die Bezirkskommandos Landau, Kaiserslautern und Ludwigshafen unterstellt.
Der
Exerzierplatz Ebenberg
Begrenzung im Norden durch den Birnbachgrund, im Osten durch die Bahnlinie Landau–Weißenburg,
im Westen durch einen vom Eutzingerbrunnen nach Süden verlaufenden Hohlweg, im Süden durch die
Insheimer Straße begrenzt. Drei von Westen nach Osten verlaufende Höhenzüge, Im Norden der Bendersring,
in der Mitte das Untere Brett und im Süden der eigentliche Ebenberg und zwei Mulden füllten den Platz aus.
Als Marschrichtungspunkte dienten der einzelne Baum am Ebenberg, Xafer genannt, der Bierkeller, eine Baumgruppe,
bei der sich früher einmal ein Bierkeller befand, und zwei Häuschen im Westen und Osten. Der Ebenberg wurde auch zur
Verbesserung der Kommandostimme genutzt. Bestes Beispiel Hauptmann Rudolf vom 5. b. Feld. Art. Regt.
Sein Kommando: „Battriiiiii...“ drang kilometerweit über den Hügel und weckte nicht nur seine Kanoniere.
Das Schulschießen wurde wurde auf dem 150 Meter und 200 Meter Horstschießplatz
2 km östlich der Stadt durchgeführt.
Gefechtsschießen wurde auf dem Langenscheiderhof abgehalten. Der weg dorthin führt über Godramstein, Siebeldingen,
Albersweiler in das Ramberger Tal. Der Hof liegt in einem Seitental unterhalb des Orensfelsens.
Auf der linken Höhe lagen die Schulschießstände, auf der rechten Höhe wurden einzelne Soldaten,
und Gruppen im Gefechtsschießen ausgebildet. Nach Abschluß des Schießens wurde beim Verwalter
Feldwebel Geenen eingekehrt. Der Rückmarsch in die Kasernen wurde oft mit einem Marsch über den
Ranschbacher Sattel, bei der kleinen Kalmit, auf den Höhen bei Birkweiler und Frankweiler oder im
Herxheimer Wald oder „versüßt“. In Landau gab es noch zahlreiche militärische Dienststellen. Bezirkskommando,
Garnisonsverwaltung, Garnisonslazarett, Artilleriedepot, Militärbauamt, Proviantamt, Militärbäckerei, Hafermagazin.
Auf dem Ebenberg wurden Baracken für ein Gefangenenlager errichtet.
Franzosen und Russen in großer Zahl waren dort untergebracht.
Leitung: Oberst Hoffmann und Major d. L. Schweickert
Allgemeines zur bayerischen Armee und damit den in Landau stationierten Einheiten.
Die
"China-Expedition" 1900/01 und die Kämpfe gegen die Hereros und
Hottentotten in "Deutsch-Südwestafrika" 1903/04 zogen zahlreiche
Soldaten aus Landau ab.
Die Erfahrungen aus diesen Kämpfen und dem russisch-japanischen Krieg führten
zum neuen "Exerzierreglement für die Infanterie" von 1906.
Dieses Reglement erlaubte den Unterführern mehr Eigeninitiative und forderte
die Offiziere auf sich um taktische Aufgaben zu kümmern.
1906 wurde das Gewehr 98 bei der Infanterie eingeführt, das durchsein neues Visier und die Mehrladeeinrichtung dem Gewehr 88 überlegen war. Zur Beherrschung des Gewehres wurden zahlreiche Wettbewerbe ausgerufen.
Nach dem russisch-japanischen Krieg erhielt jede Kompanie eine fahrbare Feldküche.
Die Artillerie erhielt Rohrrücklaufgeschütze.
1909 wurde die erste Maschinengewehr Kompanie in Landau aufgestellt. Zuerst bei dem 18IR dann überstellt zur 22IR
Ab 1913 erhielt jedes Infanterie Regiment eine Maschinengewehr Kompanie mit 6 schweren MG.
1908 nahm die 3 b. Inf. Div. an einem Kaisermanöver in Lothringen zwischen Metz und Saargemünd teil. Die Marschleistungen damals betrugen 160 Kilometer in 3 Tagen!
Nach vollendeter Mobilmachung rollten Züge mit Soldaten und Material an die Front in das Gebiet der 6. bayerischen Armee.
Gleichzeitig wurden in Landau Ersatztruppenteile aufgestellt.
Ihre Bestandteile waren ausgebildete und nicht ausgebildete Wehrpflichtige und Kriegsfreiwillige sowie verwundete Soldaten von der Front, die erst in einer Ersatzeinheit dienen mussten bevor sie wieder an die Front kamen.
Diese Ersatztruppenteile wurden nach vollendeter Ausbildung mit Ersatztransporten zum Feldheer gesendet.
Die
höchste militärische Dienststelle in Landau war die stellvertretende 6.
Infanterie Brigade unter Kommando von Generalleutnant Meyer und ab 1915 bis
Kriegsende von Generalleutnant Schuchardt geleitet wurde. Ihr überstellt war
das stellvertretende Generalkommando des II. bayer. Armeekorps in Würzburg.
die Landwehrinspektion wurde von General Pranger geleitet.
Lazarette:
Städtisches Krankenhaus
Vinzentiusstift
Festhalle Landau
Schulen und andere große Räumlichkeiten
Viele Landauer Bürgerinnen beteiligten sich als Krankenschwestern und –helfer.
Da die meisten Männer nicht mehr ihrer Arbeit nachgehen konnten (Soldat) wurde die Arbeit auf die Frauen und die halbwüchsigen Kinder umverteilt.
Von Ihnen wurde schwere bis Schwerstarbeit gefordert um die Ernährung der Bevölkerung und des Militärs sicherzustellen.
Landau wurde einige Male bombardiert. Besonders schwer war die Bombardierung am Pfingstmontag 1918 mit einigen Toten.
Am 30. November 1918 verlassen die letzten deutschen Offiziere und Mannschaften Landau.
Alle Akten, die nicht mitgenommen wurden, waren vorher im Hof der Kommandantur (heute Rathaus Innenhof) verbrannt worden.
Landau wird wieder einmal "französisch"!
Das Hauptquartier der französischen Besatzungstruppe
Das Foyer du Soldat in der Avenue de la Gare Hier der im WK 2 zerstörte Bahnhof

Blick von der Marienkirche auf Landau
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Kronprinz Rupprecht bei der Kranzniederlegung |
Rechts: Das Denkmal am 28. April 2006 |
Ein
besonderes Dankeschön
gilt dem kompetenten und stets freundlichen Team
des Stadtarchivs Landau in der Pfalz

Blick vom Deutschen Tor auf den Nordring.