Generalleutnant Ritter v. Kneußl
Kommandeur ab der Aufstellung bis August 1918

30.06.1915 erhielt er das Pour le Merit

Generalmajor Großmann
August 1918 bis Heimkehr zur nach Bayern

Diese Seite wurde im Februar 2006 begonnen.
Der Beginn der Kämpfe, besonders an der Ostfront ist noch nicht aufgenommen.
Lesenswert: aus Ruhmestagen der 11,bay.Inf.-Division
Von: Max Wortbiegler
Der Schwerpunkt liegt momentan ab dem Kriegsjahr 1917 auf dem III. bayer. Inf.-Regiment der 11. bayer. Inf.-Division,
womit sich natürlich auch ein Bild es Einsatzes der gesamten Division ergibt.

Mein Großvater
Ernst Goth trat am 02.06.1916 in das

3. bayerische Infanterie Regiment / der 11. bayerischen Infanterie Division
(Kommandeur:
Generalleutnant Ritter v. Kneußl)
ein.


Ernst Goth

Am 16.06.1916 wurde er vereidigt und am 24.10.1916 zum Gefreiten befördert

Am 11.12.1916 war er bereits Unteroffizier

Nach der Grundausbildung und Kursen in Grafenwöhr wurde er

am 02.07.1917 ins Feld versetzt

Das 3. bayerische Infanterie Regiment der 11. bayerischen Infanterie Division

war an folgenden Orten eingesetzt.

 

25.April 1917  
Verlegung von Mühlhausen nach Parfondru
8km südöstlich von Laon, Cerny und Bovelle
Sie erreichten den "Damenweg" Chemin des Dames Anfang Mai und hielt denselbigen bei Cerny.

 

 

Parfondrou Juni 2007


Die angreifenden Franzosen 
Wahrscheinlich: 133eDI / 153eDI
wurden durch die Bayern der 11. in zahlreichen kleineren Unternehmungen so weit zurückgedrängt, 
daß Ihnen der Einblick auf den Ailette Grund verloren ging.
25.05.1917 Patrouillenvorstoß gegen französisches Grabensystem südöstlich von Cerny.

Friedhof in Cerny                                                               Chemin des Dames bei Cerny Blick entlang des Höhenzuges nach Westen


03.06.1917 Übergabe des Regimentsabschittes vom 3. bayerische Infanterie Regiment.und Ablösung der Division.
Die Division blieb noch ein paar Tage Eingreifdivision.
Das 3. bayerische Infanterie Regiment war zu diesem Zeitpunkt in Coucy les Eppes (II.3.b.I.R.) Vesloud (I./3.b.I.R.) und in Montbérault und Vovestellung (III.3.b.I.R.) untergebracht.


06/07.06.1917 Abmarsch in Ruhe-, und Auffrischquartiere nach Bervins, zwei Tagesmärsche nordöstlich Laon.
Am 02.07.1917 wurde das Regiment 3.b.I.R. wieder vorgezogen.
Regimentsstab und III Kompanie lagen nun bei Ebouleau(11 km nordostwärts von Liesse, Notre Dame).
II Kompanie lag bei Pierrepont, I. Kompnaie lag bei Vesles
Dass Regiment und die Division waren nun als Reserve den Ganzen Juli tätig.
Die bedeutete, daß der Regimentsverband oft zerrissen wurde und die die Bataillone oft Kompanieweise unter fremdem Kommando tätig waren.
I. und II./3. b.I.R. wurden schon am 4.7. abends der 13. Infanteriedivision und von dieser der 26. Inf. Brigade unterstellt. Sie rückten am
5.7.1917 nach Parfondrou und wurden am 6.7.1917 dann im heftigen Artilleriefeuer in die vordere Linie geholt.
Die 13. b.I.D. hatte als Ablösung der 11. b.I.D. im Laufe des Juni verschiedene Vorstöße auf die Bovelle Hochfläche gemacht aber erst am
28.-30.06.1917 mit Hilfe der 13. und 14. b.I.D. mit viel Artillerieunterstützung diese wieder in bayerischen Besitz gebracht.
Die Gegenstöße der Franzosen:  6eDI / 87eDI  richteten sich besonders gegen den stark nach Süden vorspringenden und daher leicht konzentrisch zu fassenden Teil der deutschen Stellungen östlich der Bovellehöhe bei Ailles.
Zitat Tagesbefehl 13. Inf Div. 08.07.1917
Nach kurzer Feuersteigerung, griff der Feind um 18:30 auf der ganzen Linie von Bovelle Ferme bis zur östlichen Divisionsgrenze an, in dem Galuben, daß er nur dieses Stoßes bedurfte, um den deutschen Widerstand über den Haufen zu werfen. er wurde bitter getäuscht. Aus den zerschossenen Gräben erhoben sich die tapferen Bayern und Westfalen, um ihn gebührend zu empfangen; mit schlagartiger Pünktlichkeit faßte ihn das Sperrfeuer der Artillerie und der Minenwerfer, fuhr der Hagel der M.G. in seine tief gegliederten Kampfwellen, sodaß seine verzweifelten und wiederholten Bemühungen in nichts zerschellten. Auf dem linken Flügel der Division, wo ihm in den eingeebneten deutschen Gräben nur eine schwache Besatzung entgegentrat, entschied der Gegenstoß der 6. u. 8./3.b.I.R. die Niederlage der Franzosen.
Der
Bataillonsstab 1./3 und 2. u. 4./3.b.I.R. waren bis zur Nacht  vom 7./8.07.1917 in Bereitschaft am Landwehrkrater hinter 22. b. Inf. Rgt. und Inf.-Rgt. 55 und lösten in dieser Nacht Teile des Inf-Rgts. 13 in Cerny und im Talriegel ab.
Am 8.7.1917 übernimmt der Kommandeur II./3b.Inf.-Rgt. und beginnt mit der Entwirrung der vermischten Verbände.

Am 09.07.1917 ab 20:00 Uhr schwoll das Artilleriefeuer wieder an, die Franzosen greifen an und werden durch das 8./3.b.I.R. abgewiesen.
bis zum 23.07.1917 wirkt das 3.bayer. Inf. Regt. als Bereitschaftsbataillon und wird wieder und wieder von vorn nach hinten und umgekehrt eingesetzt. die II./3.b.I.R. bleibt als Teil der Gruppe Liesse als Reserve in der der Tirpitzhöhle bei Veslud.

Der Regimentsstab war unterdessen von Ebouleau nach Coucy vorverlegt worden, wenngleich er auch keine Verfügungsgewalt über die ausgeliehenen Bataillone hatte.

Am 27. 7. 1917 begann dann die Herausschälung der 11. b. Inf.-Div und der Marsch in die Ruhequartiere nordwestlich Laon.
I./3.b.I.R. rückt über Martigny und Bruyeres in die Ruhequartiere Besny-et-Loisy und Aulnois sous Laon wohin auch der Regimentsstab der 3.b.I.R. abrückt.

Bevor auch das III./3.b.I.R. abrücken kann muß es am 29.07.1917 noch ab 04:30 einen französischen Angriff abwehren.

Die Tunneleingänge brechen durch Granat- und Minenwerferfeuer zusammen.
Der Angriff wird abgewehrt und 1 franz. Offizier und 22 Mann sowie ein M.G. bleiben als Beute auf deutscher Seite.

Zwischen 18:00 und 19:00 Uhr startet noch ein Handgranatenangriff, der allerdings auch zurückgewiesen wird.

In der Nacht zum 31.07.1917 wird das III./3.b.I.R. durch das I./I.R. 55 abgelöst und und rückt nach Aulnois sous Laon ein.
04.08.-16.09.1917 Division soll zur Auffrischung zurückgenommen werden.


Auszug aus dem Buch

"Die Bayern im großen Kriege 1914-1918"

(zugegeben sehr pathetisch geschrieben...)

 

... Fast den ganzen Juli (1917) hindurch hatte die 11.b.I.D. noch im Abschnitt Cerny die schweren Lasten einer Eingreifdivision zu tragen. 
Ihre Truppen wurden dabei völlig auseinandergerissen und dauernd bald da, bald dort zur Aushilfe im ersten Treffen oder doch dicht dahinter verwendet.

Von Anfang August bis Mitte September hielt die Division selbst wieder geschlossen die Wacht an der gefährdeten Stellungsecke von Lassur am Westende des Chemin des Dames. die Kämpfe seit Juli hatten ihr an blutigen Verlusten erneut 19 Officiere und 1350 Mann gekostet, darunter 3 Max-Joseph-Ordens-Ritter die durch eine und dieselbe Granate fielen ...


3.b.I.R. rückt allerdings schon ab dem 04.08. über  Bourgignon und Royaucourt vor. Löst III./R.I.R.259 ab.

Der Einsatz ist diesmal an der sogenannten Laffauxecke vorgesehen. Südlich von Laon auf Richtung Soissons.

Teile bleiben bei Pinon ander Teile bleiben als Divisionsreserve bei Bourgignon.

Die Stellungen bei Allemant wurden in der Tiefe gegliedert, was durch die andauernde Beschießung seitens der Franzosen notwendig war.

Bei Allemant erhielten  am 06.09.1917 die ablösenden Bataillonsstäbe vom III. und I./3.B.I.R. einen Granatvolltreffer.
Die Officiere:

Bataillonskommandeure: 

Hauptmann von Winckler - 1.b.I.R.

Hauptmann Krämer - 13. b.I.R.

Atjudant III./.3. b.I.R. Lt. d. Res. Kardel

Bataillonsarzt Dr. Westermacher verlor ein Bein
Das Regiment verbleibt in den Stellungen und kämpft gegen Stoßtrupps und Gas.

Prominentestes Opfer des Gases ist Oberst von Stengel, der am 08.08.1917 eine schwere Gasvergiftung erleidet.
Am 15./16.09.1917 wird das 3.b.I.R. aus der Stellung gezogen und verlegt.

Athies-sous-Laon, Aulnois (bei Laon) über Montcornet, Liart, Charleville-Mézières sind die Stationen bis Sedan.

16.-18. September 1917  
Sedan

die verschiedenen Regimenter werden teils in der Zitadelle von Sedan, in Floing, St. Menges und Carignan untergebracht.

Die Division wurde hier bei Sedan geschult.

- Erlernen und Vorführen des deutschen- und des französischen Verfahren im Angriff
- Erlernen und Vorführen des deutschen- und des französischen Verfahren in der Verteidigung
- Auswerten der neuesten Erfahrungen

- Einübung und Anwendung der neuesten Waffen und Kampfmittel

 

Am 06.10.1917 kam der Befehl zum Abmarsch in die Champagne.

Ab dem 07.10.1917 wurde die Division teil per Landmarsch, teil per Bahn als Heeresgruppenreserve nach Vouzuiers verschoben.

Teile wurden zum Arbeitsdienst in den Abscnitten Tahure, Ripmont und Aisnes beordert.

Da 3. b. I.-R. fuhr mit der Bahn am 09.10.1917 ab und war bis zum Morgen des 10.10.in seinem Unterkunftsraum um Ballay (5km nordwestlich von Vouziers) eingetroffen. 

 

 

Herbstschlacht in Flandern:
18.09. bis 03.12.1917
III. Teil der Schlacht in Flandern

 

Währen der Engländer in der Frühjahrsschlacht bei Arras (02.04-20.05.) konzentrisch mit der großen Offensive der Franzosen, der Schlacht an der Aisne und in der Champagne (6.4.-27.05.) zusammenwirkte, mußten sie nach dem Scheitern dieser beiden Offensiven die Hoffnung auf die Vertreibung der Deutschen aus Belgien für diese Jahr einstellen.

Diese Niederlagen hatten vor allem in der französischen Armee starken Einfluss auf die Moral.

Man spricht sogar von Zerfallserscheinungen, die in einigen Todesurteilen ihren Ausdruck fand.

Der französische Generalsstab verlagerte die Aktivitäten auf räumlich eingegrenzte vorhaben, die den deutschen Truppen einiges an Territorium abgewann - Verdun, Laffauxecke.

Russland war durch die Revolution gelähmt und die Italiener nach dem Durchbruch der deutsch-österreichischen Verbände durch die Julischen Alpen bis zur Schlacht bei Udine und die Verfolgung an die Piave (24.10.-11.11.1917) vorerst zurückgedrängt.

In Flandern wurden dagegen weiterhin ungeheure Kräfte verzehrt.

Trotz Kriegsmüdigkeit, dem Einsatz von Panzerwagen und der schlechten Verpflegung hielt das 3. b. I. R. seine Stellungen (besonders Passendale am 26.10.1917)

 

 

Einsatz in der Region: Wallemolen-Paschendale (Belg. Passendale), hierbei erfolgreicher Abschlag eines feindlichen Angriffes aus eigener Kraft mit geringer Einbuße.
Die Division erreichte zwischen dem 12. und 16.10. bei Ansegen und Waregem, an der Strecke Audenarde-Isegem-Roselare ihren Bereitstellungsraum.
Das 3. b. I. R. wurde am 14.10. in Bereitschaftszüge verladen und und nach Meenen gefahren, wo es der 8. Inf. Div - Gruppe Wytschete (Wijtschate, südl. Ypern) - zur Verfügung gestellt wurde.

Am 19.10. kam das Regiment zurück nach Rumbeke bei Roeselare.
Hier hatte die 11. b. I.D. die 195 Inf Div der Gruppe Ypern als Eingreifdivision abgelöst.

In der Nacht vom 20./21.10.1917 übernahm dannn die 11. b. I. D. den abschnitt vor Passendale, deren Hauptwiederstandlinie sich zu dieser Zeit von Wallemolen bis zum Bahndamm der Strecke Roeselare-Ypern (südlich der Gasanstalt am Südostende von Passendale) ausdehnte.

Das 3. b. I. I. R. übernahm den mittleren Abschnitt, der Passendale unmittelbar deckte. Rechts davon war das 22. b. I. R., links das b. Res. Inf. Rgt. 13.

 

Die Flandernschlacht hatte nach 11tägigem Trommelfeuer am 07.06.1917 mit der Sprengung und dem englischen Beschuß am Wijtschate Bogen ihren Anfang genommen. Als der Angriff zum Stehen gekommen war, setzten die Engländer östlich und nördlich von Ypern  am 31.07 die heftigsten Durchbruchsversuche ein, die bis zum Dezember mit immer wachsender Erbitterung und Heftigkeit und unter Einsatz von Massen an schwerer Artillerie und Munition geführt wurden, wie man sie bis dahin noch nicht einmal vor Verdun oder an der Somme gesehen hatte.

Die Geländegewinne mußten mit einem hohen Blutzoll bezahlt werden.

 

Am 20.09.1917 hatte dann der dritte Ansturm der Briten begonnen, der sich auf die Linie Passendale Geluveld austobte.

 


Großkampftag - 22. Oktober 1917
Um 10:00 Uhr Beginn des 4 Tage dauernden Artilleriefeuers aller Kaliber und Grössen. 
Da das Gelände zerwühlt war, fanden die Soldaten vor allem in den großen Granattrichtern Schutz. diese wurden miteinander verbunden und somit eine Art Gabensystem geschaffen.

Durch den heftigen Regen war die gesamte Gegend total verschlammt.
In den ersten Morgenstunden des 26.10.1917 flaut das Feuer ab und heftigste Kämpfe gegen englische Truppen beginnen.

Regimentskommanduer Freiherr von Stengel übernimmt wieder das 3. b. I. R. nach überstandener Gasvergiftung.


In der Nacht vom 27. 10 wechselt die 11. b. I. D. mit der 39. I.D und wird nach hinten als Eingreifdivision in den südlichen Abschnitt in die Gegend von Vossemolen verlegt.


30.Oktober 1917
Die 5. bayer. Res.-Division wird von einem schweren Schlag getroffen, kann sich behaupten und wird zurückgenommen.
Die 11. b. I. D. wird bereitgestellt aber nicht ins Gefecht genommen, da das schon fast großteils verlorene Passendale gegen Abend bereits wieder eingenommen wurde.

Die Division wird am 02.11. dann im Abschnitt Passendale, westlich Morslede in die vorderste Linie ein. Das 3. b. I. R. übernimmt die Mitte des Divisionsabschnittes.

 

Am 06.11.1917 geht Passendale verloren.

Das Regiment wird in der Nacht zum 08.11.1917 abgelöst und bleibt noch bis zum 13.11 als Eingreiftruppe in der Gegend.

Am 14./15.11 wird das Regiment von Rumbeke aus nach Tourcoing abtransportiert und in Roubaix einquartiert.

 

 

Winterquartiere in und um Conflans und nordwestlich Briey
19.11.1917 - 07.04.1918

In Roubaix wurde das Regiment vom Führer der Heeresgruppe Generalfeldmarschall Kronprinz Rupprecht von Bayern persönlich unter voller Anerkennung der Leistungen bei Passendale aus dem Verband der Heeresgruppe entlassen.
Ab dem 18.11 wird es abtransportiert und trifft am 19. und 20.11. 1917 in Conflans-en-Jarnisy im Bereich der Armeeabteilung C ein.

Ab dem 24.11.1917 beginnt der Einsatz im relativ ruhigen Raum St. Mihil und nordöstlich davon.

Das Regiment erhält den nördlichen Unterabschnitt, dessen vordere Linie von Seuzey bis Lamorville reichte.

Regimentsstab und Regimentsreserve in Deuxnouds-aux-Bois.

Die Stellungen entsprachen nicht dem Standard, waren etwas veraltet, allerdings gaben sie genügend Schutz gegen Artillerie und Wetter und Wind.
Bis auf gelegentliche Feuerüberfälle und M.G. Feuer hielten sich die Feindseeligkeiten im Rahmen.

In Deuxnouds-aux-Bois wurden Christbaumfeiern abgehalten und der Landtagsabgeordnete Professor Dr. Schlittenbauer kam zu Besuch.

Am 26.12 kam General der Infanterie Albert Ritter von Schoch zu einem Vorbeimarsch der Regimentsreserve vorbei.

 

In ernster Stimmung klang das Jahr 1917 aus.

 

 

Das Kriegshahr 1918
Mein Großvater verbrachte die Monate März bis Oktober bei seinem Regiment.
Am 07.01.1918 verunglückte er während der Sturmausbildung  bei Lamorville.

Am 10.02.1918 wurde er zum Leutnant ernannt.
Am 28. März kam er dann als Zugführer der 10. Kompanie zurück zu seinem 3. Regiment.
Am 20.10.1918 wurde er zum Lehrgang MG in das Lager Lechfeld versetzt.

Erst nach Ende des Krieges am 11.11.1918 kam er von dieser Ausbildung wieder zur Truppe. 
Diesmal als Ordonnanzoffizier der 6/3bayer. Inf.-Regiment.

Im Westen war die Situation am Anfang des 5 Kriegsjahres eher ruhig.
Auf deutscher Seite war man damit beschäftigt zum großen Schlag auszuholen, bevor noch General Pershing genug amerikanische Truppen ausgebildet und herangeschafft haben würde.
Im Osten war mit er Ukraine Frieden geschlossen und nach der Weigerung der Soviets marschierten deutsche und verbündete Truppen in Odessa, Kiew, Minsk, Lettland, Estland und Finnland ein.
Durch diesen druck auf den jungen Staat wurde der "Friede" von Brest -Litowsk geschlossen.
In Palästina machten die Engländer große Fortschritte.
21. März 1918.

1- Michaelsschlacht
Deutsche Truppen erreichen die Gegend um Amiens
2- Im April beginnt der Angriff auf den Kemmelberg, Georg Schlacht 
3- Der Schlag beginnt am 27.05.1918 um 02:00 zwischen Landricourt und dem Brimont(6km nördlich Reims).
Als um 04:00 die Infanterie zum Sturm ansetzt, war innerhalb weniger Stunden die umstrittene Hochfläche des Chemin des Dames erobert und mittags wird zwischen Bailly und Berry au Bac die Aisne überschritten.
Am 29.05. ist von der 7. Armee soissons überschritten und Fére en Tardenois erreicht.
Die 1. Armee liegt hart nördlich Reims. Am 30.051918 wird die Marne bei Chateau Thierry erreicht.

Der Bois Belleau - wetlich von Chateau Thierry - bildet den nächsten Punkt dieser Offensive an Paris.

Der Vorstoß hier wird durch die frischen amerikanischen Truppen  gestoppt. 2.+ US Marines und 3. US Division aus dem Raum Meaux.
Die deutsche Offensive wird nun endgültig eingestellt.

4- Im Juni Vorstoß gegen Noyon und Compiegne
Die oberste Heeresleitung wollte hier den Angriff der 18. Armee über die Linie Montdidier-Noyon führen und beabsichtigte, mehr Gelände im Westen zu gewinnen um den Angriff auf Soissons unterstützen.
5- Vorstoß beiderseits Reims / erfolglos
Durch diese Vorstöße sollte Paris erreicht werden und Frankreich zur Aufgabe gezwungen werden. Da die deutschen Linien jetzt derart überdehnt waren und nur wenige Nachschublinien, insbesondere Eisenbahnstrecken verfügbar waren, brach der deutsche Vorstoß zusammen und von da an hatten die Alliierten die Oberhand bis das deutsche Reich am 11.11.1918 kapitulierte.

 

Anfang 1918

Die 11. b. I. D. wird zwischen dem 11. und 12. Januar 1918 abgelöst und kommt wieder in die Gegend von Conflans-en-Jarnisy als Heeres Reserve. die Fußtruppen werden von Vigneulles aus mit Zügen zurückgefahren. 

Das Regiment kommt nach Labry.

Am 06. Februar kommt seine Majestät der bayerische König und besucht die 11. b. I. D. zur Parade nördlich Conflans.

 

Zwischen dem 8.-12.02.1918 kommt die Division noch einmal in eine ruhige Stellung bei Étain.

Das Regiment kommt dann nach Abaucourt-Hautecourt und löst am 09./10.02.1918 das Garde Gren. Rgt. 1 ab.

Es ist der nördliche Divisionsabschnitt - Abaucourt-Hautecourt/Herméville-en-Woëvre

Hier wird vor allem geschanzt, Grundwasser muß immer wieder aus den Stollen gepumpt werden, von großen Feindseeligkeiten wird nichts berichtet.

Größere Übungen werden im Raum Etain abgehalten.

 

Am 27./28.03.1918 wird das Regiment abgelöst und nordwestlich Briey bei Tucquegnieux zur Vorbereitung auf kommende Einsätze geschult.

Am 06.04.1918 kommt der Befehl zum Abtransport.

Bis 10.04.1918 Fahrt nach Lille

11.04.1918 -Frelinghien

Hier tritt das Regiment in eine der großen Angriffsarmeen des Jahres 1918 ein.

 

Am Morgen des 21. März 1918 waren die deutschen Truppen in die feindlichen Stellungen eingedrungen und hatte nach 10 Tagen westlich 

St. Quentin den Gegner mehr als 60 km weit zurückgejagt.

Vor Amiens war es dann allerdings den Briten gelungen den deutschen Vormarsch zum Stehen zu bringen.

Nun erreicht die 11. b. Inf. Div. als Division 2. Linie der 4. Armee am 11.04 die östliche Seite der Lys bei Frelinghien.
Am 12.04 wird die Lys auf Laufstegen 1200 m nördlich der Stadt überschritten.

Das Regiment verbleibt am Abend beiderseits des zerstörten Bahnhofes Westhoek - ehemals hinter der 2. feindlichen Linie.

 


Die 11. bayer. Inf.-Division wurde dann in Belgien auf dem linken Flügel der 4. Armee seit dem 13 April eingesetzt.

Sie traf am 13.04. gegen 04:00 südlich le Rossignol ein.


Sie sollte helfen den erfolglosen Angriff auf die beherrschenden Höhen von Neuve-Eglise 
(214. Inf. Div.) vorzureißen. Im schwungvollen Angriff wurden diese Höhen genommen und der Feind wurde bis zum 17. April nach Nordwesten zurückgeworfen. Zur Vorbereitung auf den Sturm des gut ausgebauten Kemmel Berges wurde die Division nach Verlust von 2200 Mann an die holländische Grenze zurückgezogen und aufgefrischt. 
Die 11. b. I. D. wird trotz großer Verluste noch bis zum 22.04.1918 eingesetzt.

Das 3. b . I .R. wird am 22.04.18 in die Gegend von "De Seule (Seeau) un dann in Barackenlager bei Lampernisse verlegt.

In der Nacht vom 24.04. erreicht es Armentiers. von dort aus geht es weiter nach Bondues, Mouscron, Kortrijk, Gent und Terdonk.

 


Den Kemmelberg jedoch erstürmten dann die 4. bayer. Inf.-Division unter Generalmajor Prinz Franz von Bayern und das Alpenkorps unter Generalmajor Ritter v. Tutschek mit großen Verlusten.

Grenzschutz an der belgisch-holländischen Grenze
27.04.-02.05.1918
Heeresreserve in und um St. Niklaas

Selzaete ist ein kleines Städtchen, ca. 15 km nördlich von Gent an dem für Großschiffahrt geeigneten Gent- Terneuzen Kanal gelegen.
Das I./3. b. I. R. und der Brigade- sowie Regimentsstab kamen dort gut unter. 

Besonderes Interesse hatten die Soldaten an der Bewachung des 2meter hohen, elektrisch geladenen Zaunes, mit dem sich die Holländer schützten.
Da es dem Regiment dort nicht möglich war eine ordentliche Ausbildung sicherzustellen, wurde das Regiment nach St. Nicklaas verlegt.

Während dieser Zeit wurde die Division vom bayerischen Kronprinzen und seiner Majestät besucht.

 

Schlacht bei Soissons und Reims

27.05. - 13.06.1918

 

Am 02. Juni 1918 begann der Abtransport aus St. Nicklaas über Brüssel, Namur, Charleville-Mézières wieder nach Laon, wo am 4./5. Juni ausgeladen wurde.
Am 07.06. wurde die Division in heißem und staubigem Marsch aus den Lagern Bruyères-et-Montbérault nach Westen, also in der Richtung auf  Noyon verschoben und nächtigte, nach einem ca. 15 km Marsch,  im Ortsbiwak und Biwak um Prémontré.
Dann wurde nach Süden gedreht und der Marsch durch Hitze und Staub ging durch die Orte and denen das 3. b. I. R. bereits gekämpft hatte.
Brancourt, Pinon, Allemant, und Bascule bis zum Quartier in Crouy, kurz vor Soissons.
Von dort wurden die Kommandeure sofort mit Kraftwagen zum Schlucht von Saconin-et-Breuil vorgeholt.
Am 09.06.1918 trifft das Regiment vorne ein und und löst das Inf Regt 64 bei Missy au Bois ab.
Französische Truppen: 35eDI / DM - Division Marocaine
Damit befindet sich das 3 b. I. R. am linken Flügel der Division, rechts liegt das 22. b. I. R. links die 45. Res. Division.
Der Angriff wird auf den 11. Juni angesetzt, dann aber um einen Tag verschoben.
Vier Divisionen
34. Inf. Div.
51. Res. Div.
11. b. I. D. 
45. Res. Div.
sollen als Forderste Front zwischen Aisne und dem Wald von Villers Cotterêts einen Stoß gegen und über den Abschnitt Couloisy-Chelles-Vivieres führen.


12. Juni1918

Die 11. bayer. Inf.-Division wurde als frische Division zwischen ermüdete Divisionen gesetzt um als Schirttmacher zu dienen.
Nach kurzer und wirksamer "Vergasung" der französischen Artillerie wurde das Artilleriefeuer eröffnet.
Um 05:00 verließ die Infanterie ihre Stellungen und begann den Angriff.
Das 22. b. Inf. Regt. sürmte bereits um 08:00 das Dorf Coutry.
In den ersten Begegnungen östlich von Cutry schlug sich die 11. bayer. Inf.-Division tapfer um das Ziel, die kahle Hochfläche zwischen Cutry und St. Pierre Aigle wegzunehmen.
Auch das 3. b. I. R. kommt zügig voran und hält mit dem 22. Schritt. Das Hauptziel war die Höhe 162 bei Dommiers auf das die I./3.b.I.R. losging. diese Höhe liegt zwischen Coeuvres-et-Valsery und Saint-Pierre-Aigle. Es handelte sich um eine stark ausgebaute Stellung sog. "Pariser Stellung" mit doppeltem Drathhindernis. Auch wenn die Ausrichtung des Hindernisses nach Norden war, so wurde sie zu einer wirksamen Flankenstellung.
Das I./3.b.I.R.wollte nun auf sein Angriffsziel Dommiers vorgehen, wurde aber durch MG, die im hohen Grase verborgen waren attackiert.
Hohe Verluste treten ein. Das III./3. b. I. R. bringt Minenwerfer und MG zur Unterstützung nach vorn und mit dem Vorgehen der 45. Res. Div auf ihr Tagesziel gelingt gegen Nachmittag die Wegnahme von  Dommiers und trotz französischem Gasangriff gegen Abend auch die Einname von Höhe 162.
Das flotte Vorgehen hatte dem Regiment 500 Mann und  - ein Viertel der Gefechtsstärke - darunter 15 Officiere gekostet.
Ein damals schwer zu ersetzender Verlust.
Die Division hatte die spitze des Angriffskeiles gebildet.
Die Division mußte allerdings den Geländegewinn mit 2300 Verlusten, darunter 1000 Verluste durch Gasangriff bezahlen.
Der Vorstoß wurde nicht weiter vorgetragen, da der Angriff zwischen Noyon und Montdidier, der am 09.06.1918 begonnen hatte auf heftigen Widerstand und starke französische Truppenansammlungen gestoßen war.
Dies hatte bewirkt, daß die O.H.L. zur Vermeidung von Verlusten bei der 18. Armee den Vorstoß schon am 11.06. hatte einstellen lassen.
In der Nacht zum 14.06.1918 wird das Regiment von Inf. Regt. 56 ohne Zwischenfall abgelöst.
Die Bataillone treffen nach einem Marsch über Soissons, Bucy le long, Chivres-Val,  in Vregny - einem früheren englischen Barackenlager - ein.
Nach dem Abrücken des Regimentes wurde von französischer Seite eine neue Serie von heftigen Gegenagriffen gestartet.
Bereits am 15.06.1918 wurde das Regiment wieder nach vorn gebracht und erreichte über Vauxbuin eine Steinbruchhöhle bei Saconin-et-Breuil.
Am 17./18.06. marschiert das Regiment zurück nach Vregny ohne eingesetzt worden zu sein.
Ausbildung und Ergänzung an Kleidung und Ausrüstung.
Am 01. Juli 1918 wurde vom Regiment an die Division gemeldet, daß daß für den Wiedereinsatz nur wenig über 2000 Mann zur Verfügung stehn würden, von denen ein beträchtlicher Prozentsatz wegen der "Spanischen Grippe" entfielen.
Das Regiment war nicht vollkampffähig.
Fehl an Offizieren - 39
Fehl an Mannschaften - und 700
Das Regiment bedar der Auffüllung und mindestens 3 Wochen an Ausbildung.

Am 28.06 wurde das Regiment wieder nach vorn gebracht.
Bei Vauxbuin wurde das Regiment südöstlich am Berghang als Reserve bereitgestellt.
Höhe 162 war wieder fest in französischer Hand.
Das Regiment verbleibt in der Stellung ohne eingesetzt werden zu müssen. Nur das III./ 3. b. I. R. verlegt, da es durch scharfe Feuerüberfälle Verluste erhalten hatte. Das Bataliion wurde am 02.07.1918 in einer Höhle am Hang Lave Ferme (800 m südlich Dorf Vauxbuin) verlegt.


Der Umschwung:
Stellungskämpfe westlich Soissons
05. - 17.07.1918
Abwehrschlacht zwischen Soissons und Reims 
18.-25.07.1918

General Foch begann ab dem 16. Juli 1918 mit seinen Angriffen auf die überdehnten und geschwächten deutschen Linien.
Die 11. bayer. Inf.-Division war nach kurzer Ruhe in die 3.5 km breite Stellung bei Dommiers eingerückt.
Das 3. b. I. R. wurde wieder nach Missy-aux-Bois geschickt von wo aus es im Juni den Angriff auf höhe 162 geführt hatte.
Diese Höhen waren nun verloren und das Regiment mußte im Angesicht des Hügels Stellungen im schlechten Wetter ausheben.
Es fehlten Baumaterial und Hände.

Eine letzte deutsche Offensive begann am 15.07.1918 (Marneübergang östlich Chateau-Thierry geglückt) und wurde bereits am 16.07. wieder wegen zu hoher Verluste abgebrochen.
Auf deutscher Seite wurde vermutet, daß der Feind deshalb viel Artillerie hatte abziehen müssen, was durch die relative Ruhe der franz. Artillerie gegeben schien. Zwar wurden Stimmen laut die der ruhe nicht trauten, allerdings verhallten diese ungehört.
Zwar durch Überläufer (11.07.) und auffällige Geräusche gewarnt, wurde das 11. am Morgen des 18. Juli ohne Feuervorbereitung und durch die Unterstützung von kleinen Tanks überrascht. Das Artilleriefeuer setzte erst nach dem Vorgehen der Infanterie ein.
Die Division wurde dann von Südflanke her (Dommiers) mit starken Kräften umfasst und im Rücken bedroht. Besonders die vielen Kampfwagen (Da es sich um Amerikaner handelt nehme ich an es waren Renault Wagen) die in der Mitte angriffen drohten zusätzlich noch die Division zu spalten.
2 Kompanien können einen Tunnel nicht verlassen und müssen sich ergeben.
Von den 3 Regimentern kamen nur 180, 110 und 28+2Offiziere (3. bayer. Inf.-Regiment) 
Männer zurück.

Trotz dieser unglaublichen Verluste gelang es dem Divisionskommandeur Generalleutnant
Ritter v. Kneußl
eine neue Verteidigungslinie südwestlich aufzubauen und den amerikanischen Vorstoß auf Soissons zunächst aufzuhalten.
Zu erwähnen sei, daß am 22. Juli 1918 die 10. bayer. Inf,-Division nach ruhmreichem Kampf und Verlust von nahezu 3000 Bayern aufgelöst wurde. Teile der 10. wurden auf die 11., 15. und 6. bayer. Inf.-Division verteilt.
Verzweifelt hält die 11. mit zusammengewürfelten Eingreiftruppen und Reserven die aus der Saconinschlucht herausgeführten Angriffe, wehrt Stürme auf die wichtige Hochfläche bei südwestlich Vauxbuin ab.
Die Reste der 11. bayer. Inf.-Division wurden am 25. Juli aus der Front herausgezogen und nach Brügge verlegt.

Die Reste 3. b. I. R. werden über Bregny auf Nanteuil-la Fosse zurückgenommen, wo er erste Ersatztransport eintrifft.
Am 25. Juli 1918 übernimmt Hauptmann Eidam, bisher Kommandeur II./.b.I.R. 13 die Führung der Reste des Regimentes.

Mit der Verstärkung der Amerikaner gelang es nun den Alliierten die Front zu begradigen, z.B. 12.09.1918 St. Mihil.

Wiederaufstellung des Regimentes 
Aufenthalt bei Ostkamo südlich Brügge

19.07. - 25.08.1918

Am 29. Juli war der neue Regimentskommandeur Major Oskar Prager eingetroffen.
Der Regimentsstab und I./3. b. I. R. waren in Ostkamp untergebracht, II./b.I.R. in Zedelgem und III./3. b. I. R. waren in Assebroek untergebracht.
Hier wurde an der Ausbildung und Wiederaufstellung der Verbände gearbeitet.
Generalleutnant Ritter von Kneußl übernahm im 12. August das Generalkommando des XV. bayerischen Resevekorps.
An seine Stelle (17. August 1918) trat Generalmajor Großmann.
Durch die großen Verluste wurden in den Bataillonen jeweils die 4. Kompanie aufgelöst dies geschah beim 3. b. I. R. am 17.08.1918.
Während des Ensatzes wurden dann noch die Minenwerferabteilungen der Bataillone auf eine Minenwerfer Kompanie des Regimentes verfügt.
die Zahl der Minenwerfer wurde ebenfalls von 12 auf 9 verringert.

Der Divisionsbefehl zum Wiedereinsatz kam am 25. August 1918.
Die Division hatte die 49. Res Div. in der Stellung südlich des Waldes bi  Houthulst (bei und nordwestlich von Langenmark) abzulösen.
Sie stand auf dem Gelände von dem aus die Engländer die Angriffe 1917 angesetzt hatten  - als die Division Passendale verteidigte -.
Der rechte Flügel des Angriffes im Frühjahr 1918 - An dem auch die 11. bei Neuwe Eglise  beteiligt war - hatte dieses Gelände genommen.

 

Stellungskrieg in Flandern
26.08. - 27.09.1918

In Flandern traf der Angriff am 28. September Die 11. und 12. bayer. Inf.-Divisionen bei Langenmarck.
Die ausgedünnten Divisionen werden rasch überrannt, können jedoch in der Linie Spriet-Beccelaere wieder Fuß fassen.
Trotzdem müssen die deutschen Truppen weiterhin zurückweichen und stehen ab Anfang November an der Schelde. Die 11. bayer. Inf.-Division zieht sich nach Gent zurück.

Am 26.08.1918 wurden die Bataillone (ohne Troß) mit Bereitschaftszügen in das Kampfgebiet gebracht.
Bereits bei der Ablösung schlägt starkes Artilleriefeuer auf die Division und trotz Sperrfeuer gelingt es den Belgiern einige Feldwachenstellungen zu nehmen. Da diese aus Beton sind nisten sich die Belgier darin ein.
Das Regiment liegt nordwestlich Langenmark und bildet den rechten Flügel der Division.
Die Stellungen werden großteils in alten Trichtern eingerichtet, da das ganze Gelände total zerschossen ist.
Vordere Kampfbataillonsstellung: nördliches Ufer des Kortebek oder Broenback. - Frankenstellung -
Sie lehnt sich an alte Betonbunker an. Ein durchlaufender Graben besteht nicht.
Die ebenfalls 2 km tiefe Stellung des hinteren Kampfbataillons (Preußenstellung) lehnt sich an Wellblechunterstände an. Dort ist das Trichterfeld etwas trockener.

Die Wiedergewinnung des verlorenen Terrains mußte artilleristisch vorbereitet werden, da sich die Belgier gut eingegraben und mit Stacheldraht geschützt hatten. 
Am 06.69.1918 wurden die 3 verlorenen Bunker wiedergenommen.
1 Offizier und 53 Mann der überraschten Besatzung wurden gefangen genommen, 1 MG erbeutet und 200m westlich der Stellung eine Schutzstellung aufgebaut.
Durch Gegenangriffe war das gewonnene Gelände am Nachmittag bereits wieder verloren.
Am 11.09. gingen Teile des Trichterfeldes verloren und am 13.09.1918 wurde das 3. b. I. R. zur Wiedergewinnung eingesetzt.
Die Wiedergewinnung verlief erfolgreich, allerdings nahmen geschickt vorgetragene Gegenangriffe um die Mittagszeit das Terrain wieder weg.
In den folgenden 14 Tagen ereignete sich, außer den üblichen Artillerieüberfällen nicht viel.

Das eh geschwächte Regiment verlor durch Artillerie und Grippe wertvolle Mannschaften.

Am 27./28.09.1918 sollten Teile des 3. b. I. R. in die Ruhezone herausgelöst werden um an den linken Flügel der Division gezogen zu werden.
Wieder einmal die Region um Wallemolen und Passendale.
In dieser Zeit der Ablösung wurde das I./3. b. I. R. südlich des Houthulster Waldes vernichtet.
Ein massiver Vorstoß mit Artillerie und Fliegern der Engländer hatte die Kompanie und die MG der MG. Komp. II./L.Gr.R. 100 getroffen.
Die eigene Artillerie hatte nach Verfeuern der Munition die Geschütze unbrauchbar gemacht und wurde teils gefangen oder getötet.
Zwischen 11:00 und 12:00 trifft das I./L. Gren. Rgt. 100 beim Regimentsgefechtsstand ein und stoppt den Vormarsch.
Gegen Abend wird die Linie auf den sogenannten Zarenriegel" bei Ondank-Stadenberg (2 km südlich Staden) zurückgenommen.

Im neuen Gefechtsstreifen des 3. b. I. R. westsüdwestlich von Passendale rückte das Regiment mit Verzögerungen ein.
Auch hier entseht am 28.09.1918 Chaos, da auch hier angegriffen wird und es erst am Folgetag gelingt die zusammengewürfelten Einheiten wieder zu trennen und die Stellungen zu besetzen.
Die Stellungen waren rund um das Strassenkreuz 800m nordwestich der zerstörten Kirche von Passendale.
Nach und nach hatten sich zur MG Kompanie und den Minenwerferzügen verschiedene Truppenteile gesellt.
25 Infanteristen der III./3. b. I. R. und verschiedene andere Versprengte.
Südlich schossen Teile des 28. und 26. b. I. R. an.
Die im Norden zum 14. b. I. R. klaffende Lücke wurde mit MG notdürftig gesichert.
So wehrte sich der Rest des Regiments gegen die feindlichen Gegenangriffe.
Die Stellung wird abgebaut und eine Stellung bei Kalwe eingenommen.

Da der Feind nicht nachdrängt 30.09.1918 wird die sogenannte Flandern I Stellung bezogen:
Roeselare - Hooglede - De Ruyther (3km westlich) auf Ledegem.
Die 11 b. I. D. wurde nach Roeselare in die 2. Linie genommen.
Bereits am 30.09. richtet der Feind angriffe gegen die "Flandern I Stellung" die jedoch gehalten werden kann.
Vom 05.10. - 13.10.1918 herrscht bis auf Feuerüberfälle und Flieger "relative Ruhe".
Am 12.10.1918 kamen 55 Mann Ersatz aus dem Feldrekrutendepot.

Am 14.10.1918  erfolgte ein feindlicher Angriff und gegen 08:00 war der Feind in Roeselare.
Das 3. b. I. R. rückte dem Feind entgegen und nahm die Reste des Res. Inf. Rgt. 61 aus roeselare auf.
Es wurde dann südwestlich Beveren verwendet und lehnte sich an das nordwestlich von Beveren stehende 16. b. I. R. an.
Am 15. 10. 1918 wurde Bevern von feindlichen Truppen genommen, der Vorstoß jedoch angehalten.
Das Regiment wurde aus der Front gezogen und zunächst in Muizelaar südwetl. Pittem in Reserve gelegt.
Die Divisionsstärke beträgt nun 1300 Mann!
Es wird nach Bachte (2km nördlich von Denze) verlegt um die Lyskanalstellung zu beziehen.


Die Schlacht an der LYS
15.10. - 1.11.1918

Vom 20.10. an versuchte der Feind immer erneut an verschiedenen Stellen die Lyskanal und Lysstellung zu durchbrechen.
Die Reste der 11. b. I. D. standen immer noch nördlich Deinze.
An diesem Tag werden die Vorposten über den Kanal zurückgenommen, Artillerie schießt sich ein, Infanterie greift nicht an.
Ab dem 30.10.1918 hatte die 11. b. I. D. den Abbau der sogenannten Hermannstellung der Gentstellung  (2. Linie) einzuleiten.
Am 1.11.1918 steht die Division südlich Gent als Sicherheitsbesatzung.
Von dort rückte sie ab dem 02.11.1918 nach Dendermonde an der Schelde, das 3. b. I. R. nach Schoonaarde.
Am 04.11.1918 besuchte seine Majestät der Kaiser die Division in Uitbergen und verlieh dort persönlich Auszeichnungen.
05.11.1918 Marsch nach Daknam, 07.11. antwerpen, 10.11.1918 Verlegung von Nijlen nach Baelen.
Dort sollte die Division den Truppenübungsplatz Beverloo umstellen und 23.000 meuternde Marinesoldaten bewachen.
Jedoch hatte die revolutionäre Bewegung rasch um sich gegriffen und alle möglichen Truppenteile erreicht.

Am 11.11.1918 befand sich das Regiment bei diest und Beverloo.
16.11. Unterkunft in Hasselt 20 km südlich Truppenübungsplatz Beverloo
17.11. Marsch nach Diepenbeck - östlich Hasselt
22.11.1918 das Regiment erreicht die deutsche Grenze und Aachen
Das Regiment rückt über Richterich, Herzogenrath in den Raum Boscheln-Übach.
24.11.1918 Wegberg, Hardt bis viersen
26.11.1918 Aurath und Gath Oppum bei Krefeld
27.11.1918 Ürdingen, Kaltenhausen Asberg - 3 km südostwärts Mörs
28.11.1918 Es geht bei Ruhrort über den Rhein
01.12.1918 Das Regiment erreicht Heiden - 6 km südöstlich Borken - von wo aus es in die bayerische Heimat gehen soll.
08./09./12.12.1918 Endlich der Abtransport in die Heimat

Ankunft des ersten Transportes - 11.12.1918 10:00 Uhr
Ankunft des zweiten Transportes - 23.12.1918 08:00 Uhr
Ankunft des dritten Transportes - 16..12.1918 08:00 Uhr

Das Regiment wird am 16.12.1918 durch eine Festvorstellung im Stadttheater geehrt.

Am 15.01.1919 wird das Regiment auf den Friedensstand zurückgeführt.

Nach Einmarsch der Regierungstruppen am 24.04.1919 übernahm am 26.04.1919 Oberstleutnant Ernst von Hößlin das Regiment, welches durch die Verfügung der Heeresabwicklungsbehörde vom 10.05.1919 ab als aufgelöst erklärt wurde.
Die Abwicklungsgeschäfte wurden vom 16.05. bis zum 15.09.1919 von Oberst Jordan und dann bis zur Auflösung der Abwicklungsstelle am 30.09.1919 von Ernst von Hößlin geleitet.





 

Die bayerische Armee ist am 25. August 1919 nach einem Beschluß des Versailler Vertrages
in das Reischsheer aufgegangen.
Zitat aus:

Die Bayern im Großen Kriege 1914-1918

Die bayerische Armee 
blickt auf eine 
lange, ruhmreiche Geschichte zurück.
Die Zeugen ihrer Taten, die alten ehrwürdigen 
bayerischen Fahnen, zerfetzt und blutgetränkt, 
schlafen in der Hallen des Armeemuseums zu München
den Schlaf der Zeit und träumen von vergangenem Glanz

Verlag des
Bayerischen KriegsarchivsMünchen: 1923


Im I. Weltkrieg 1914 - 1918
Starben getreu dem König geleisteten Fahneneid

200.000

Offiziere, Sanitäts- und Veterinäroffiziere, Beamte

Unteroffiziere und Soldaten

des königlich bayerischen Heeres

Kriegsgliederung 11. bayerische Infanterie Division Kriegsgliederung 11. bayerische Infanterie Division/2
Kriegsgliederung 11. bayerische Infanterie Division/3

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Kartenmaterial

09. März 2006


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Links:

Notizbuch für den
Infanteristen Wolfgang Böhm
10. bayerisches Infanterie Rgtn. 1. Battl.,
 3. Komp
Oberpfälzer
Das Ingolstädter 13.Reserve-Infanterieregiment  in dem auch viele Oberpfälzer dienten
http://www.deutschland14-18.de/
http://www.agw14-18.de http://www.chemindesdames.fr http://www.webmatters.net
http://www.wo1.be http://perso.wanadoo.fr/champagne1418/