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Was vorher geschah Nach den Schlachten
von Weißenburg am 04.08.1870, Wörth am 6.08.1870 und der
Parallelschlacht die ebenfalls am 06.08.1870 bei Spicheren und Saarbrücken
stattfand folgten
die 1. und 2. Armee den zurückgehenden Franzosen. Der französische
Plan nach Deutschland hinein zu marschieren und Berlin zu erreichen war
in weite Ferne gerückt. Verstärkung durch andere Nationen war nicht zu
erwarten. In Paris regte sich Unmut über die verlorenen Gefechte und
die Republikaner sahen sich im Aufwind.
Marschall Bazaine, der Kommandant der Rheinarmee erhielt einen neuen
Generalstabschef in der Person von Jarras und Metz erhielt einen
eigenen Kommandanten, den General Cossinières de Nordeck.
Die 1. deutsche Armee stand nun kurz vor Metz und die 2. deutsche Armee,
die am 6. August Zweibrücken erreicht hatte schob zuerst die schnelle
Kavallerie der 1. Armee hinterher.
Die 3. Armee unter dem Kommando des Kronprinzen von Preußen schob sich,
da sich in den Vogesen kein Widerstand mehr zeigte in Richtung Mosel
vor. Die Badischen Einheiten waren nach der Schlacht von Wörth von der
3. Armee abgetrennt worden und marschierten in Richtung Straßburg um
die Stadt zu belagern, oder durch einen kühnen Handstreich zu nehmen.
An ihrer Seite befand sich die preußische Gardelandwehr und die
Reservedivision Nr. 1.
Die 3. Armee hatte den beschwerlichen Weg durch die Vogesen vor sich,
wobei es die Franzosen versäumt hatten die Eisenbahntunnel bei Zabern
und Pfalzburg (Belagert bis zur Aufgabe am Dezember1870) zu sprengen und
damit konnten die Eisenbahnen rasch wieder in Betrieb genommen werden. Der einzige Platz, den die Franzosen sicher halten konnten war das
"Felsennest" Bitsch".
In der Tat wurde Bitsch von seinem Kommandant Louis-Casimir Teyssier,
das seit dem 8. August 1870 von bayerischen Truppen belagert wurde erst
rund einen Monat nach dem Vorfrieden von Versailles am 25. März
1871übergeben. Die preußische Armee erlaubte den Abzug der französischen
Soldaten mit ihren Waffen.
Nach dem Weg durch die Vogesen und ging es darum den Kontakt zwischen 2.
und 3. Armee wieder herzustellen. Das Ziel war es falls die 1. und 2.
Armee in der Front angegriffen würde mit der 3. Armee die rechte Flanke
des Gegners mit voller Wucht zu treffen. Die Vereinigung erfolgte am 11.
August.
Am 12. August erreichten die ersten 6 Ulanen Nancy und reiten in die
Stadt! Bis zum Abend werden es 150 sein, die bereits am nächsten Tag
nach der Zerstörung der Eisenbahn Nancy-St. Max die Stadt wieder
verließen. Ebenso hatten Sie die Telegraphenverbindung außer Gefecht
gesetzt.
In der Nacht des 13. August marschierte Generalmajor von Goltz mit den
Vortruppen des 7. Armeekorps auf die franz. Stellungen bei Courcelles
sur Nied (Süd-östlich Metz) vor und wurde von heftigem Feuer
empfangen. Jetzt waren die Stellungen der Franzosen östlich von Metz
bekannt.
Wie vermutet hatten sich die französischen Truppen rechts der Mosel
postiert und warteten auf die deutschen Armeen. Das 6. franz. Korps als
rechter Flügel, das 4. Korps stand bis an die Mosel, das 2.+3. franz
Korps im Zentrum und das franz. Garde Korps als Reserve bei Borny (heute
ein Vorort rechts der Mosel). 2 Kavalleriedivisionen waren bei Montigny
und auf der Insel Chambière aufgestellt.
Man rechnete mit einem blutigen Ringen um die Festung Metz, die sogar
von Kaiser Karl dem 5. nicht hatte erobert werden können. In der
Festung selbst verblieben, als alle Truppen auf dem rechten Moselufer
angekommen waren 34.000 Mann und 702 Festungsgeschütze!
Am 14. August
verließ Napoleon III die Festung Metz.
Neue Order kam und die gesamte Armee sollte nun am 14. August auf die
Linke Moselseite wechseln und nach Verdun marschieren. In der Nacht
waren bereits durch Pioniertruppen noch 15 weitere Übergänge über die
Mosel angelegt worden. Um 05:00 waren die ersten Truppen aufgebrochen
und um 16:00 waren erst die beiden Kavalleriedivisionen Forton und
Barail sowie das Korps Frossard mit dem Übergang fertig.
Dies beobachtend folgerte General von der Goltz, daß es für eine
Umfassung der Armee Bazaine schwierig werden würde, sobald diese auf
dem linken Moselufer angekommen sei. Er entschloss sich daraufhin mit
der 26. Infanteriebrigade vom 7. Korps
die franz. Armee bei Colombey anzugreifen.
So begann an einem herrlichen Sommertag mit strahlendem Sonnenschein die
Schlacht bei Colombey, die 5.000 Mann (davon 1.189 Tote, 3.590
Verwundete und 127 Vermisste) auf der Seite der Deutschen zurückließ
und den Franzosen an Verlusten nur 3.600 Mann (377 Tote, 2.641
Verwundete, 490 Vermisste) einforderte. Dies dürfte sich aus der
gedeckten Stellung der Franzosen erklären. Der Gewinn des Tags war, daß
die Franzosen auf ihrem Marsch auf das linke Moselufer aufgehalten
wurden, wodurch die Umgehung derselben durch die zweite Armee ermöglicht
war.
Ende.10.05.2008
Da starke französische Kräfte nach Verdun abkommandiert wurden fasste
Moltke den Entschluß die Franzosen südlich über die Mosel in der
Flanke und im Rücken zu fassen.
Der linke Flügel der zweiten Armee, das 10. Korps an der Spitze
marschierte auf Pont a Mousson zu.General v. d. Goltz, Führer der 26.
Infanterie Brigade (7. Korps) fasste den Enschluß, die Umfassung der
abziehenden Franzosen durch die 2. Armee möglich zu machen.
Die französischen Regimenter hatten alle vorteile in der Hand, da sie
die Höhen hielten und auf starke Befestigungen zurückgreifen konnten.
Zuerst wurde Colombey angegriffen und wie in Spicheren wurde zuerst mit
mit einer Brigade angegriffen, die dann immer wieder verstärkt wurde,
um einen durchbruch zu erzwingen. die 15er, 55er und 7. Jägernahmen und
hielten Colombey.
Angriff und Gegenagriff hielten sich die Waage.
Napoleon der 3. verließ Metz (14/15.08.1870) um nicht in die deutsche
Kesselbewegung zu gelangen.
Die Einkesselung vollzog sich in den Schlachten bei St. Privat und
Gravelotte. St. Privat ist hochgelegen und glich einer Festung. Es
mußte genommen werden.
In der Frühe des 17. August 1870 überschritten sämtliche Armee Korps
die Mosel und rückten vor. Am 18. august begannen die Deutschen den
Angriff. In der Mitte General von Manstein mit 80 Geschützen zur
Verstärkung, und am rechten Flügel General von Steinmetz.
die Sachsen des Leibregiments 107 und 101 steigen von Norden her gegen
St. Privat vor. Mann gegen Mann, Mann gegen Mitrailleuse wird St. Privat
unter grauenvollen Verlusten genommen. Das Dörfchen wurde von 174
Geschützen bereits in Brand geschossen. Die Preussen und Sachsen,
unterstützt von den 92er Braunschweigern den 10. Jägern und den 17ern
stürmen das Gelände und sichern St. Privat (2000 Gefangene) bis gegen
20:30 Moltke dem Kaiser die Siegesnachricht überbringen kann, Kaiser
Wilhelm I war zu dieser Zeit hinter Gravelotte und wartete auf einer
Leiter die auf einen toten Grauschimmel und einer Brückenwaage gelegt
war.
Die Verluste: 899 Offiziere, 19.231 Mannschaften verteilten sich auf 4
Korps.
8. 9., und 12.. Das 7. Korps, das im Süden stand verlor 900 Mann.
Gardekorps: 307 Offiziere, 7923 Mann
12. Korps: 106 Offiziere, 2113 Mann
2. Korps: 54 Offiziere, 1193 Mann
8. Korps 178 Offiziere, 3085 Mann
9. Korps 199 Offiziere, 3888 Mann
Auf französischer Seite fielen ca. 12.000 Mann
Kräfteverhältnis:
189.000 Deutsche - zu 180.000 Franzosen
Offiziersverluste: 1/23Mann
2 Generale, 10 Oberste, 16 Majore
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